Sonntag, 1. April 2012

MdM - Menschen des Monats März


© S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Jeder Monat hat seine eigenen Augenblicke, seine eigenen Geschichten, seine eigenen Menschen. Und um diese Menschen, die "MdM's", geht es in dieser Kategorie. Personen aus Politik, Unterhaltung, Sport (ja, auch Sport, aber ganz, ganz selten) und ganz allgemein aus dem öffentlichen Leben werden hier, ähem, geehrt. Denn es gibt natürlich nicht nur "HdM" - Helden des Monats, sondern auch "DdM" - Deppen des Monats! Wer wer ist? Nun, darüber könnt ihr euch selbst eine Meinung bilden...
 Frühling! Der Mensch kommt raus, bekommt Frühlingsgefühle. Er wird begeisterungsfähiger. Und dann kommt auch noch der Präsident, der wirklich unser Präsident ist an die Macht. Euphorie! Joachim Gauck steht für Freiheit, das ist sein Thema, das ist sein Lebensinhalt. Er steht aber auch für ein neues Vertrauen, für ein Vertrauen, das sonst niemand im Politikbetrieb mehr hat. Gauck ist somit der Beweis für die Demokratie, die er sich so lange erträumt hat. Ganz Deutschland war im Freudentaumel, der Schmarotzer ist weg, der Freiheitskämpfer ist da! Seine erste Rede, die beste, die Sigmar Gabriel nach eigenen Angaben jemals im Bundestag gehört hat, hat sogar Gregor Gysi überzeugt. Er sagte ihm nach der Rede: „Sie wissen, Sie sind jetzt auch mein Präsident". Und sprach damit den Deutschen aus der Seele. Wir haben einen Präsidenten, der auch wirklich unserer ist! Das Volk konnte sich also letztendlich doch durchsetzen. Viel mehr muss dazu gar nicht geschrieben werden, wer danach suchet, wird es an anderer Stelle finden.
Seine Initialen auf Shampoo-Flaschen und Geschirrspül-Tabs wiederzufinden ist jetzt nicht unbedingt eine Art von Berühmtheit, von der man träumt, aber Anton Schlecker war viele Jahre lang Schlecker in Person. Der Firmenpatriarch musste in jeder Schleckerfiliale in den Mitarbeiterräumen hängen, als Bild, versteht sich! Seine Fehlentscheidungen waren Ursache für die Kündigung von 11.000 Mitarbeitern. Seine Kinder Lars und Meike, die mittlerweile auch im Konzernmanagement mitwirken, gaben dem Unternehmen zwar nach außen hin ein jüngeres, frischeres Image, in den Geschäften allerdings blieb alles, wie es war. Die Einrichtung billig, die Produkte nicht ganz so preiswert. So kann ein Laden nicht laufen. Schlecker-Filialen waren oft auch in Dörfern, in denen es einfach nicht genug potentielle Kunden gibt – dort eine ausreichende Nachfrage zu generieren ist so gut wie unmöglich. Wenn man Maike Schlecker glauben kann, leiden aber nicht nur die gekündigten Mitarbeiter, die keine Transfergesellschaft bekommen, unter der Insolvenz, auch bei Schleckers zu Hause ist „nichts mehr da“.
Warum kam eigentlich keine Transfergesellschaft zustande? Hmmm, ist nicht meistens die FDP schuld? Bingo! Martin Zeil, bayrischer Wirtschaftsminister und FDP-Mitglied und damit fast so bekannt wie Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt am Main. Auf die Idee gebracht hat ihn niemand geringerer als Philipp Rösler, der, nachdem er der Kanzlerin den Gauck aufgeschwatzt hat, fast so etwas wie beliebt war. Um dem entgegenzuwirken, ließ er eine Transfergesellschaft platzen. Zeil, der ja auch irgendwie so tun musste, als ob das seine Entscheidung gewesen wäre, sagte dazu nur: „Die Menschen in diesem Lande haben ein Anrecht darauf, dass staatliche Hilfen und damit ihre Steuergelder nicht nach Willkür und Gutsherrenart vergeben werden.“ Winfried Kretschmann sagte nur: „Wem das Wasser bis zum Hals steht, der neigt zu höchst irrationalen Taten.“ *Hust* 1,2% *Hust*.
Jetzt hat James Cameron hat den absoluten Tiefpunkt erreicht. Nein, nicht dass Sie jetzt denken, er hätte einen absoluten Flop gedreht. Er war physisch am tiefsten Punkt der Erde: Im Marianengraben. Als nach Jacques Piccard und Don Walsh dritter Mensch in der Geschichte der Menschheit, tauchte der US-Regisseur knapp 11.000 Meter in die Tiefe. Dabei hat er viele Filmaufnahmen mit 3D-Kameras gemacht. Die Tiefseewelt ist bis heute ein großes Geheimnis, Cameron sagte, sie sei schlechter erforscht als die Mondoberfläche.
Angelina Jolie wird das niemals lesen. Schon allein weil sie grundsätzlich nichts über sich selbst liest. „Ich gucke keine Fernsehbeiträge über mich und wenn ich im Internet etwas über mich sehe, klicke ich nicht drauf.“ sagte sie der Huffington Post. Schade, sonst hätte ich als Schlusssatz geschrieben: „Viele Grüße an Angelina Jolie!“